Mit optimaler User Experience zu besseren Google-Rankings

Die User Experience (UX) ist schon lange ein relevanter Faktor für das Ranking bei Google. Wir zeigen, wie UX und SEO zusammenhängen.

UX Design Wireframes Scribbles

Eines der großen Ziele von Google ist es, Nutzern immer bessere Suchergebnisse und dabei die passendsten Treffer zu deren Suchanfragen liefern. Um das bestmöglich zu bewerkstelligen, updaten sie kontinuierlich ihre Algorithmen. Website-Betreiber kommen dadurch nicht drum herum, sich regelmäßig mit den wichtigsten Rankingfaktoren und Best Practices auseinanderzusetzen. Denn wer seine SEO-Strategie optimal ausrichten will, muss wachsam bleiben.

Zum Glück muss dabei niemand mehr von Null anfangen. Schließlich gibt es mittlerweile eine Reihe von Kriterien, die bei Suchmaschinen und Nutzern gleichermaßen als wichtige Faktoren angesehen werden können. Dazu gehören:

  • Intuitive Navigation, durch die sich Nutzer leicht auf der Website bewegen können.
  • Relevante und wertvolle Informationen, die zur Suchanfrage passen.
  • Responsives Design
  • Optimierung für mobile Endgeräte
  • Zugänglichkeit für moderne Browser

Der Bereich UX (User Experience) vereint zahlreiche dieser Bewertungskriterien unter einem Dach. Es ist daher keine Überraschung, dass der Begriff für eine moderne SEO-Strategie von essentieller Bedeutung ist. Denn am Ende arbeiten UX und SEO wie Zahnräder zusammen, die das gleiche Ziel im Hinterkopf haben. Beide wollen dem Nutzer mit relevanten Informationen dabei helfen, seine Aufgabe zu erfüllen. SEO ist der Begleiter, der Nutzer zum Content führt. UX beantwortet die Fragen, mit denen Nutzer auf die Seite kommen.

Warum User Experience & Usability wichtig für SEO sind

Vor langer Zeit befanden sich Suchmaschinen wie Google noch in einer Welt der beschränkten Möglichkeiten. Die Variablen, die sie bei der Generierung der Suchergebnisseiten (SERPs) in Betracht ziehen konnten, waren auf Keywords, Links oder die Seitenstruktur limitiert. Für Website-Betreiber auf der anderen Seite lag der Fokus klar auf hohem Traffic und möglichst vielen Klicks.

Wie die meisten wissen, hat sich dies drastisch geändert: Im Mittelpunkt steht der Nutzer und dessen Erlebnis auf der Website. Auch wenn dies sicherlich noch nicht in jedem Winkel des World Wide Web angekommen ist, ist es dennoch eine unumgängliche Tatsache.

Spätestens mit der Einführung von RankBrain im Jahr 2015 war klar: Google greift auf eine erhebliche Menge an Daten zurück, um die Qualität von Websites zu bewerten. Mit Hilfe von RankBrain, einer Form des Machine Learning, werden Verhaltensmetriken wie Seiten pro Sessions, Absprungraten (Bounce Rates), Verweildauer (Average Time on Site) oder Klickraten (Click-Through-Rate) verarbeitet und ausgewertet. Der Machine Learning-Algorithmus lernt mit diesen Nutzerdaten und das Ergebnis aus diesem Lernprozess bildet den Rankingfaktor. Das heißt, auch wenn das Nutzerverhalten nicht direkt in das Ranking einfließt, wird es dennoch indirekt über die Algorithmen verarbeitet und berücksichtigt.

Grund genug dafür, sich um eine durchdachte und nutzerorientierte User Experience zu bemühen. Diese erfüllt dabei zweierlei. Sie bietet Nutzern ein ausgezeichnetes Erlebnis und beantwortet gleichzeitig die Fragen, mit denen sie auf die Seite gelangt sind. Indem sie das Nutzerverhalten positiv beeinflusst, wirkt sie zudem indirekt darauf ein, wie Google die Qualität der Website wahrnimmt und diese in seinen Rankings berücksichtigt.

Was Website-Betreiber tun können, um ihre UX zu verbessern

Es ist wichtiger denn je, die eigene Website und den Content auf die Zielgruppe und User auszurichten. Wer seine eigene UX verbessern und vor allem Google direkt in die Karten spielen will, kann schon heute konkrete Maßnahmen ergreifen. Die folgenden Empfehlungen zeigen, wie man im Hinblick auf seine UX aktiv werden kann.

Die eigene Seitenstruktur hinterfragen und anpassen

Ein Überdenken und Verbessern von Struktur- und Layout-Elemente kann sich positiv auf das Nutzererlebnis auswirken. Der Aufbau der Seiten sollte übersichtlich und logisch auf die Suchintention der Nutzer ausgerichtet sein. An den Stellen, wo Nutzer sich schnell auf der Seite verlieren, muss die Seitenstruktur immer eine Lösung anbieten. Gleiches gilt für die Navigation: Je intuitiver und einfacher, desto besser. Reichen auch drei statt vier Navigationsebenen oder können Navigationspunkte zusammengefasst werden? Starre Seitenstrukturen aufzubrechen kann schwer aber oft von großem Vorteil für den Nutzer sein.

Ein Design wählen, das das Nutzererlebnis unterstützt

Das Auge surft bekanntlich mit: Viel hängt bei der UX davon ab, wie die Website generell gestaltet ist. Layout, Farben und Muster sind idealerweise gut aufeinander abgestimmt und mit gut leserlichen Schriften angereichert. Dabei sollten auch gewisse SEO-Grundlagen nicht außer Acht gelassen werden: Egal, welches Design gewählt wird, bleibt eine H1 zum Beispiel immer eine Hauptüberschrift.

Die Grundlage von all dem bildet immer die Regel „Mobile First“, denn nicht umsonst zählen Smartphones und Tablets zu den wichtigsten Endgeräten für die Internetnutzung. Während lange nur die Desktop-Versionen einer URL als Hauptindex für die Evaluation von Webseiten und die Ermittlung von Rankings verwendet wurden, erfolgt dies nun über die mobile Version einer Seite. Im Zuge dieses Mobile-First-Index erhielten Website-Betreiber erneut von Google die Meldung, ihre Inhalte für die mobile Nutzung zu optimieren. Der Vorteil von Responsive Webdesign liegt dabei auf der Hand: Inhalt und Quelltext einer Seite sind in der Desktop- als auch in der mobilen Version identisch, was es für Google einfacher macht, für beide dieselben Inhalte zu interpretieren. Nicht zu vergessen ist hier auch die mobile Ladezeit, die spätestens seit dem Google Speed Update im Juli 2018 als offizieller Rankingfaktor gilt. Eine Optimierung der Performance leistet neben der Mobilfreundlichkeit einen hohen Beitrag für die Suchmaschinenoptimierung und somit für das Ranking bei Google & Co.

Inhalte analysieren und optimieren

Relevante Inhalte, die auf die gewählte Zielgruppe zugeschnitten sind, sind das Kernstück guter UX. Wer sein Publikum genau kennt und sich in sie hineinversetzen kann, kann optimalen und zugeschnittenen Content erstellen, den Suchmaschinen pushen und Nutzer finden wollen. Je höher der Mehrwert der Inhalte ist, desto besser empfinden die Nutzer auch ihr Erlebnis auf der Seite. Wer hier eine Orientierung braucht, findet in unseren 7 SEO-Tipps für Texter und Redakteure eine Reihe von Werkzeugen, um mit den eigenen Texten in den Google-Suchergebnissen zu punkten.

Interaktionen der Nutzer fördern

Verweildauer, CTR, Pages per Session, Absprungrate – alles ausschlaggebende Metriken für das Nutzerverhalten auf der Website. Um diese zu beeinflussen, ist Feingefühl gefragt. Die Kunst ist es nämlich, Nutzern eine ausgewogene Menge an Interaktionsmöglichkeiten auf der Seite zu bieten. Multimediale Content-Formate wie Videos, Infografiken oder Audio-Dateien bieten Abwechslung von reinen Textinhalten und steigern die Zeit, die Nutzer auf der Seite verbringen. Interaktive Elemente wie Call-To-Action- oder Sharing-Buttons laden Nutzer dazu ein, mit den Inhalten zu interagieren oder diese zu teilen.

UX für Google wichtiger denn je

Die User Experience war schon immer wichtig, um bei Google erfolgreich sein. Mit Rankingfaktoren, die sich ständig und in jedem Jahr neu wandeln sowie Algorithmen, die kontinuierlich verbessert werden, gewinnt das Thema immer mehr an Relevanz. Eines lässt sich dabei mit Sicherheit sagen: Wer Maßnahmen so plant, dass sie gleichzeitig auf UX und SEO einzahlen, kann nachhaltig von den positiven Wechselwirkungen zwischen UX und SEO profitieren. Für Unternehmen heißt das auf jeden Fall, sich früh genug um eine integrierte UX- und SEO-Strategie zu bemühen. Denn nur wer heute und in Zukunft beides meistert, kann seiner Website zu besseren Google-Rankings, zufriedenen Suchmaschinen und glücklichen Nutzern verhelfen.

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